Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Auslaufende Betriebsstoffe

Datum:

19.08.2016

Alarmzeit FF Kemnath:

17:28 Uhr

Einsatzort:

Kemnath, Bayreuther Straße - St2665

Schlagwort:

Öl auf Fahrbahn / Auslaufende Betriebsstoffe

Stichwort:

THL 1

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Abschleppunternehmen
  • Polizei
  • Straßenmeisterei

Berichtstext:

Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren sind vielfältig. Zählen die Brandbekämpfung sowie die Rettung von Mensch und Tier zu ihren Hauptaufgaben, so beschäftigen auch Technische Hilfeleistungseisätze nach Verkehrsunfällen die Einsatzkräfte sehr. Am Freitagabend hatte die Kemnather Wehr einen "zum Himmel riechenden" Einsatz zu bewältigen. Dazu kamen dann noch uneinsichtige Verkehrsteilnehmer.

Als der Fahrer des Lastwagens beim Einbiegen von der Staatsstraße 2665 in die Bayreuther Straße den Getriebeschaden an seinem Fahrzeug bemerkt, so zog er bereits eine rund 150 Meter lange Ölspur. Als er nach dem Rechten sah vernahm er auslaufende Betriebsstoffe. Daraufhin bat er über Notruf die Feuerwehr um Hilfe.

Hierzu wurde die Freiwillige Feuerwehr Kemnath als örtlich zuständige Feuerwehr um 17:28 Uhr durch die Integrierte Leitstelle alarmiert. Rund zwanzig Einsatzkräfte rückten mit vier Fahrzeugen zum Schadensort aus.

Vor Ort sicherten die Einsatzkräfte den Verkehrsraum und bindeten das auslaufende Getriebeöl ab. Auch wurde die verursachte Ölspur abgekehrt. Da der Gliederzug mit Tierkadavern und Schlachtabfällen nicht beladen abgeschleppt werden konnte wurde der Anhänger und die Abrollbehältermulde durch ein Ersatzfahrzeug aufgenommen. Beim Absattelndes Abrollbehälters verunreinigten "Tierkadaveröl und Tierkörperflüssigkeiten" die Fahrbahn so stark, dass Rutschgefahr bestand. Bestialisch riechender, beißender Geruch stand in der Luft.

Mit einem Reinigungsmittel, Wasser und Besen wurden rund 50 Quadratmeter der Fahrbahn gereinigt. Im Nachgang nochmals mit Ölbindemittel abgekehrt. Durch die Zuhilfenahme von Abfallsäcken und Ölbindevlies wurde das Getriebe abgedichtet.

Um bei dem großen Verkehrsaufkommen im Kreuzungsbereich einen Rückstau auf der Staatsstraße zu verhindern wurde die Bayreuther Straße stadteinwärts durch eine Sicherungsposten mit Verkehrsleitkegeln und Blitzleuchten abgesperrt. Zudem wurde die Abbiegespur aus Richtung Kulmain gesperrt. Dennoch waren hier einige Verkehrsteilnehmer uneinsichtig. Mit den Worten "Hier fahre ich schon immer" oder "Da kann man doch durchfahren" begründeten die Fahrzeugführer ihre Entscheidung, durch die Verkehrsleitkegel und Blitzleuchten hindurchzufahren.

Selbst das Straßenverkehrsvorschriftszeichen Nummer 222 wurde nicht beachtet. Dieses besagt "Rechts vorbei fahren". Ein Smartfahrer interessierte sich wohl hierfür nicht und wollte die Bayreuther Straße in Gegenrichtung befahren, nachdem er an der Verkehrsinsel das Verkehrszeichen missachtete. Die banale Aussage "Hier ist nicht abgesperrt" ist demzufolge zu widerlegen.

Stadtauswärts konnte die Bayreuther Straße uneingeschränkt befahren werden. Ein Abschleppunternehmen aus Waidhaus kümmerte sich um den Abtransport des defekten Lasters. Die Straßenmeisterei Eschenbach konnte nach der Errichtung der Warnzeichen, welche auf eine Ölspur hinweisen die Fahrbahn gegen 20 Uhr wieder freigeben, sodass der Einsatz für die Feuerwehr nach mehr als zweieinhalb Stunden beendet werden konnte.

Neben dem Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, welcher den Einsatz leitete war zudem Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und eine Streife der Polizeiinspektion Kemnath vor Ort.

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