Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Viele Einsätze, Übungen und Wartungen

Kommandant Peter Denz zieht in der JHV Bilanz über das Jahr 2017

Zu insgesamt 150 Einsätzen rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Kemnath im vergangenen Jahr aus. Zusätzlich zu den vielen Lehrgängen waren die Aktiven bei 78 Übungs- und Ausbildungsdiensten am Standort gefordert. "Das waren tausende von Stunden an ehrenamtlicher Feuerwehrarbeit."

Peter Denz zieht bei der Jahreshauptversammlung die Bilanz für das Jahr 2017. Dabei berichtet der federführende Kommandant von 3106 Einsatzstunden, welche durch die Floriansjünger abgeleistet wurden. 91 Einsätze waren im Bereich der "Technischen Hilfeleistungen" (THL) verzeichnen. Dabei musste die Wehr zu Unfällen, "Türöffnungen bei akuter Gefahr", Vermisstensuche, sowie zu Tierunfällen, Sturmschäden und Drehleiterrettungen, aber auch zur Beseitigung von Verkehrshindernissen ausrücken.

Insgesamt 34 Alarmierungen gab es im Hinblick auf Brandeinsätze. Größte Herausforderungen war hier der Brand des landwirtschaftlichen Gebäudes in Eisersdorf am 6. Januar 2017, sowie weitere zwei Großbrände. Ebenso waren Zimmerbrände und Brände von Freiflächen und Wäldern, sowie "zwölf Alarme von automatischen Brandmeldeanlagen" zu verzeichnen. Weitere zwölf Mal mussten die Wehrleute bei Sicherheitswachen für Brandschutz und Sicherheit sorgen, sowie dabei auch verletzte und erkrankte Personen betreuen. Größte Herausforderung stellte dabei der Nofi-Lauf mit über 200 Einsatzkräften, welcher "gemeinsam von allen Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit Bravour gemeistert wurde".

Dazu komme eine Einsatzübung im Landkreis Speichersdorf, bei welcher ein Zugunfall abgewickelt wurde und die Kemnather Atemschutzträger zur Personenrettung aus dem Tunnel eingesetzt wurden. Weiter berichtet Denz von zwölf "Sonstigen Tätigkeiten, bei welchen Einsatzmittel zur Feuerwehr angefordert und eingesetzt wurden, welche die Feuerwehr nicht unbedingt übernehmen müsste".

Bei der Jahreshauptversammlung im Foyer der Kemnather Mehrzweckhalle zog Kommandant Peter Denz seine Bilanz für das Jahr 2017. Gestaltet wurden die Vorträge hierbei erstmalig durch Bildschirmpräsentationen, welche mit Fakten und Bildern versehen waren.

Ausbildungsniveau ist sehr hoch

Enormes Potential steckten die Wehrleute besonders in die Aus- und Fortbildung. Insgesamt 13 Teilnehmer besuchten Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen. Je ein Brandschützer nahm am Lehrgang für Verbandsführer, Gerätewart, Drehleitermaschinist, ABC-Dekontamination und Öffentlichkeitsarbeit Feuerwehr teil. Den Aufbaulehrgang THL für Führungskräfte, sowie die Lehrgänge zum Gruppenführer, Zugführer und "Verantwortung für Führungskräfte nach den Unfallverhütungsvorschriften" nahmen je zwei Feuerwehrleute teil.

Als Träger von Chemiekalienschutzanzügen, Maschinist für Löschfahrzeuge und Tragkraftspritzen, sowie als Atemschutzträger besuchte je ein Wehrmitglied die Lehrgänge

auf Landkreisebene. Je zwei Aktive nahmen am Motorsägen-, dem Absturzsicherungs- und dem Sprechfunkerlehrgang teil. Drei junge Wehrleute stellten sich der Prüfung zum Feuerwehrgrundlehrgang "MTA Basis". Zudem nahmen je vier Floriansjünger an einem ganztägigen Fachsymposium, sowie an einem "Dialog für Führungskräfte" teil.

Zwanzig Wehrleute besuchten die "Grundschulung MP Feuer" Mit diesem neuen Verwaltungsprogramm werden nun Mannschaft, Fahrzeuge, Übungen, Schutzausrüstung und alle Gerätschaften verwaltet. Jeder Feuerlöschschlauch, sowie zahlreiche Gerätschaften bekamen bereits einen eigenen Strichcode. Insgesamt stellten sich 16 Teilnehmer der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" in den verschiedensten Stufen. Die Fachmessen Rettmobil" in Fulda und "Florian" in Dresden wurde von Wehrfrauen und -männern zu Fortbildungszwecken bei einer Tagesfahrt besucht.

Realitätsnahe Übungen

3109,25 Ausbildungsstunden summierte der Kommandant bei weiteren 78 Übungs- und Ausbildungsdiensten, welche am Standort in Kemnath durchgeführt wurden. Diese gliederten sich in Maschinisten-, Absturz- und Atemschutzübungen, sowie etliche Gemeinschaftsübungen, bei welchen unter anderem das Vorgehen bei Brandeinsätzen und Unfällen, aber auch der Umgang mit Gefährlichen Stoffen und Gütern, sowie eine Eisrettung geübt wurde. Weitere Unterrichte und Schulungen für den Führungsdienst absolvierten die Gruppen- und Zugführer. Dabei gab es auch gemeinsame Übungen mit der Jugendgruppe und den Kötzersdorfer Brandschützern.

Den "Conrad Dietrich Magrius Award" in Ulm, sowie eine Werksbesichtigung des Magirus-Werks besuchten bei einer Zweitagesfahrt eine achtköpfige Delegation. Weiterhin wurden Delegiertenversammlungen auf Bezirks- und Landesebene, die Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes, sowie etliche Dienstversammlungen durch die Kommandanten besucht. Auch an den Workshops des Kreisbrandinspektors Otto Braunreuther beteiligte man sich. Zudem standen etliche Begehungen von Objekten mit Hinblick auf den Vorbeugenden Brandschutz an. Ebenfalls führte man die Brandschutzerziehung für Kinder und Schulklassen durch.

Die neun Einsatzfahrzeuge und vier Anhänger wurden im vergangenen Jahr insgesamt 17990 Kilometer bewegt. Im April 2017 stellte man einen neuen Kommandowagen in den Dienst. Hierbei wurde auch die Arztfamilie aus Kemnath für die bereits über 600 Untersuchungen, welche die Praxis unentgeltlich in den letzten 36 Jahren leistete, geehrt. Zudem konnte man im Juli 2017 den "V-LKW", das neue Katastrophenschutzfahrzeug, an den Standort Kemnath überführen. Dieses Fahrzeug mit modernster Ausrüstung für den Hochwasserschutz werde im Sommer diesen Jahres dann offiziell übereben und in den Dienst gestellt.

Wartungen in Eigenregie

Weiterhin berichtet der Kommandant, dass durch die Fahrzeug- und Gerätewarte, mit Unterstützung weiterer Feuerwehrleute, etliche und umfangreiche Wartungen, Reparaturen, Umbauten und Prüfungen durchgeführt wurden. "Der Aufwand hierfür wird schlägt sich mit rund 1500 Arbeitsstunden in der Statistik nieder.

"Herzlichen Dank sprach Peter Denz zum Ende der Jahresbilanz allen Kameradinnen und Kameraden für die kameradschaftliche und dankenswerte Zusammenarbeit, sowie den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten aus. "Aber auch ein großes Danke für das Verständnis eurer Familien, Partner und Kinder, welche euch für den Dienst bei der Feuerwehr entbehren müssen." Weitere Dankesworte des Kommandanten richteten sich an die Stadtverwaltung, den Bürgermeister mit Stadtrat, sowie den weiteren Hilfsorganisationen.

Zurück zur Übersicht der aktuellen Berichte