Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Bronze und Silber für acht Rauchtaucher

Sie rennen da rein, wo andere raus rennen. Atemschutzgeräteträger suchen und retten im Brandfall Mensch und Tier aus verrauchten Gebäuden, löschen Brände an vorderster Front. Körperliche und psychische Belastbarkeit, modernste Ausrüstung und viel Übung sind die Voraussetzungen für den Einsatz.

Die gefährlichsten Einsatzaufgaben bei der Feuerwehr bewältigen Atemschutzgeräteträger. Giftiger Rauch, extreme Temperaturen, sowie nicht vorhersehbaren psychischen und physischen Belastungen sind Sie im Ernstfall ausgesetzt.

Am Samstag, 24. März 2018 stellten sich sieben Atemschutzgeräteträger und eine Atemschutzgeräteträgerin der Freiwilligen Feuerwehr Kemnath den Anforderungen des Atemschutzleistungsbewerbs. Hierfür gab es bei der Abnahme des Atemschutzleistungsabzeichens, welche der Bezirksfeuerwehrverband (BFV) Oberpfalz in Vohenstrauß austrug, "Bronze und Silber" für die acht Brandbekämpfer aus Kemnath.

Insgesamt fünf einzelne Stationen gab es bei der Abnahme durch die "Rauchtaucher" zu meistern.

Das Aufnehmen der Ausrüstung und des Atemschutzgerätes stand zu Beginn der Prüfung an.

 "Mit der Zeit im Nacken" mussten sich die Brandschützer mit dem Pressluftatmer, der Atemmaske und Flammschutzhaube, sowie den grundlegenden Ausrüstungsgegenständen ausrüsten.

Im weiteren Teil der Prüfung galt es, eine Personenrettung aus einem Obergeschoss vorzunehmen.

Annahme war hierbei ein Gasaustritt, bei welchem eine verletzte Person mit einem Tragetuch aus dem Gefahrenbereich gerettet werden muss.

Das fachgemäße Vorgehen zur Brandbekämpfung in einem Gebäude mussten die Atemschutzträger beim sogenannten "Innenangriff" unter Beweis stellen.

Hierbei waren die Türen aus gedeckter Stellung zu öffnen, sowie die Vornahme und selbstständige Verlegung der Schlauchleitung über zwei Geschosse und das sichere Vorgehen im Trupp (je zwei Geräteträger) auszuführen.

Eine Person muss mit einem Tragetuch aus einem Obergeschoss gerettet werden. Aufgrund eines angenommenen Gasaustritts müssen dies Atemschutzträger durchführen. Der Rückzugsweg wird mit einer Leine gesichert. Nach der Rettung aus dem Gefahrenbereich muss der "Patient" in Stabile Seitenlage gebracht werden. Fortlaufend sind Rückmeldungen per Funk zu tätigen.

Die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft des Atemschutzgerätes, sowie eine umfassende Gerätekunde, bildeten den Abschluss der praktischen Prüfung.

Einsatzgrundsätze und Fachwissen aus dem Bereich des Atemschutzes meisterten die Brandschützer im theoretischen Teil ebenfalls mit Bravour.

Nebst des regulären Übungsbetriebs, so nimmt die Fortbildung der Atemschutzgeräteträger einen besonderen Stellenwert ein. Im Ernstfall zähle jede Sekunde und die Handgriffe müssen sitzen. In mehreren besonderen Übungseinheiten trainierten die Atemschutz´ler zudem für diese Prüfung. Die Ausbildung in der Vorbereitung für diese Abnahme übernahmen Markus Busch, Florian Braunreuther und Michael Denz, welche bereits das silberne Atemschutzleistungsabzeichen an der Uniform tragen.

Mit festem Händedruck, dickem Lob und großen Stolz nahmen die Teilnehmer ihre Atemschutzleistungsabzeichen und Urkunden entgegenen.

Stefan Koller und Peter Wolf (von links), sowie Lukas Haberkorn, Marco Filbinger, Nick Danowski und Bastian Götz (von rechts) legten die erste Stufe des Atemschutzleistungsbewerbs mit Erfolg ab. Silber gab es für Thomas Daubitz und Alexandra Müller (Dritter und Vierte von links).

Sieben Männer, eine Frau

Das Atemschutzleistungsabzeichen des BFV Oberpfalz/Niederbayern in Bronze (Stufe 1) tragen nun Nick Danowski, Marco Filbinger, Bastian Götz, Lukas Haberkorn, Stefan Koller und Peter Wolf an ihrer Uniform. Alexandra Müller und Thomas Daubitz erhielten für ihre erneute Teilnahme am Atemschutzleistungsbewerb das Silberne Leistungsabzeichen überreicht.

Die Teilnehmer bewiesen ihren hohen fachlichen Ausbildungsstand und bekamen nicht nur die Abzeichen und Urkunden, sondern fuhren auch viel Lob von den Bewertern ein. Vor allem das routinierte, ruhige aber zügige abarbeiten der gestellten Aufgaben wurde an den Stationen deutlich hervorgehoben.

Michael Denz und Markus Busch (von links), sowie Norbert Weismeier und Florian Braunreuhter (von rechts), begleiteten die acht Rauchtaucher durch das Atemschutzleistungsabzeichen bei der Abnahme in Vohenstrauß.

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