Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Brand Zimmer - Person in Gefahr

Datum:

25.03.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

14:35 Uhr

Einsatzort:

Neustadt am Kulm, Ortsteil Lämmershof

Schlagwort:

#B1124 #im Gebäude#Zimmer (Person in Gefahr)

Stichwort:

B 3 PERSON

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Mockersdorf
  • FF Neustadt am Kulm
  • FF Kirchenlaibach
  • WF Siemens Kemnath
  • FF Guttenthau
  • FF Kemnath

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Polizei (Streife der Polizeiinspektion Eschenbach)
  • Rettungsdienst (RTW, Notarzt, Einsatzleiter-RD )

Berichtstext:

“Glück im Unglück” hatten die Bewohner eines Wohnhauses in Lämmershof, einem Ortsteil der kleinsten Stadt in der Oberpfalz, Neustadt am Kulm. Wie die Polizeiinspektion Eschenbach in ihrem Bericht mitteilt, so bemerkten die Bewohner des Wohnhauses, welche zu Hause waren, erst den Brand, als der Rauchwarnmelder im Flurbereich des Obergeschosses den Brandrauch detektierte und auslöste.

Der 30-jährige Sohn des ebenfalls im Wohnhaus älteren Ehepaars wurde dann auf die Rauchwolken, welche über das Treppenhaus über die Treppe empor stiegen, aufmerksam. Er half umgehend seinen Eltern aus dem verrauchten Haus. Anschließend, so teilt die Polizei weiter mit, half er auch seiner Ehefrau, welche noch im Obergeschoss war, mit einer Leiter aus dem Gebäude und verständigte zeitgleich die Einsatzkräfte über Notruf.

Die Disponenten der Integrierten Leistelle Nordoberpfalz, welche den Notruf entgegennahmen, alarmierten daraufhin am Sonntagnachmittag, 25. März 2018 gegen 14:35 Uhr die Einsatzmittel und -kräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes nach dem Alarmschlagwort “Brand Zimmer in Gebäude - Person in Gefahr”.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehreinsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Gebäude, welches mittlerweile komplett verqualmt war. Umgehend gingen Atemschutztrupps der Freiwilligen Feuerwehren Neustadt am Kulm und Kemnath zum Innenangriff vor. Dies geschah parallel im Obergeschoss über die Steckleiter durch die Kräfte aus Neustadt am Kulm, sowie durch die Kräfte der Kemnather Wehr über die Eingangstür im Erdgeschoss.

Unter Vornahme eines C-Rohres mit Schlauchpaket, sowie durch Unterstützung mit der Wärmebildkamera, kontrollierte der Atemschutztrupp die Räumlichkeiten im Erdgeschoss. Schließlich konnte der Brandherd im Heizungsraum des Wohnhauses ausfindig gemacht werden. Auch im Obergeschoss wurden die Räumlichkeiten kontrolliert. Umgehend leiteten die Feuerwehrleute, welche im Innenangriff eingesetzt waren, eine zielgerichtete Brandbekämpfung ein.

Die Drehleiter der Freiw. Feuerwehr Kemnath stand in Anleiterbereitschaft. Zudem wurde das Wenderohr am Drehleiterkorb in Stellung gebracht. Der Sicherungstrupp wurde ebenfalls durch die Kräfte der Freiw. Feuerwehr Kemnath gestellt. Auch Kräfte der Siemens Werkfeuerwehr gingen unter Atemschutz zur Kontrolle und Absuche vor. Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Kirchenlaibach standen in Bereitschaft. Die Kräfte der Feuerwehr Neustadt am Kulm führten Nachlöscharbeiten durch und beseitigten erhitztes Brandgut und angebrannte Holzreste aus dem Brandraum.

Aus zwei Regierungsbezirken und drei Landkreisen stammten die Rettungskräfte, welche im Einsatzgeschehen in Lämmershof eingebunden waren. Vor Ort waren die Kräfte der Feuerwehren aus Mockersdorf, Neustadt am Kulm, Kirchenlaibach, Guttenthau, Kemnath und der Wekrfeuerwehr Siemens Kemnath. Seitens des Rettungsdienstes waren Rettungswägen aus Kemnath und Eschenbach, sowie ein Notarzt und der Einsatzleiter des Rettungsdienstes vor Ort. Auch die Kreisbrandmeistern Jürgen Haider und Rainer Kopp waren zum Brandort geeilt und unterstützten die Einsatzleitung der Feuerwehr.

Da das Wasserleitungsnetz in Lämmershof wegen eines Wasserrohrbruchs ausfiel, so war auch die Löschwasserversorgung beeiträchtigt. Jedoch kam es bei den Löscharbeiten zu keinen Einschränkungen deshalb. Zur Absicherung bei den Nachlöscharbeiten verblieb das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuerwehr Kemnath auf Anordnung der Einsatzleitung an der Brandstelle. Gegen 17 Uhr konnte der Einsatz von Seiten der Freiw. Feuerwehr Kemnath dann beendet werden.

Verletzt wurde zum Glück niemand. Wie die Polizei mitteilte, so “kamen alle vier Bewohner wegen des Anschlagens des Rauchmelders unversehrt davon”. Jedoch richtete das dort ausgebrochene Feuer enormen Schaden an. Das Gebäude ist laut Polizei aufgrund der starken Verrauchung und dem Brandruß bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Der genaue Sachschaden könne noch nicht beziffert werden. “Die Bewohner des Hauses kamen bei Familienangehörigen und Nachbarn unter”, teilen die Beamten der Polizeiinspektion Eschenbach, welche ebenfalls die Ermittlungen zur Brandursache führen, abschließend mit.

Quellenangabe:
Bilder: FF KEM (1); Jürgen Masching (7)
Infos: PI Eschenbach, FF KEM
Bericht: FF KEM (mde)

Da der Atemschutztrupp durch die Brandbekämpfung stark mit Brandruß und Asche kontaminiert war, erfolgt eine Grobdekontamination und ein Wechsel der Einsatzkleidung.

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