Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Feuer als Freund und Feind

26 Drittklässler beim Brandschutzunterricht bei der Kemnather Feuerwehr

Was tun wenn es brennt, wie setzte ich richtig den Notruf ab und wie kommt es überhaupt zu einem Feuer? Für die Drittklässler der Kemnather Grundschule sind das nach dem Besuch bei den Kemnather Floriansjüngern Fragen, worauf sie zu "hundertzwölf" Prozent Antwort geben können.

„Brennstoff, Luft und Zündtemperatur“ - Das alles sind die drei Grundvoraussetzungen für eine Verbrennung. Sind diese in abgestimmtem Verhältnis vorhanden, dann ist es für die Entstehung von Feuer nicht mehr weit hin. In vielen Lebensbereichen zählt das Feuer bei richtigem Umgang als "Freund". Doch wenn die Gefahren im Umgang mit dem Feuer nicht bekannt sind, dann wird es schnell brenzlig, gefährlich und mitunter lebensbedrohlich und das Feuer wird zum "Feind".

Wenn der Unterricht statt im Klassenzimmer mal in der Fahrzeughalle und den Räumen der Feuerwehr statt findet, dann ist das schon etwas besonderes. 26 Grundschulkinder der dritten Klasse aus Kemnath nahmen jüngst am Brandschutzerziehungsunterricht der Freiwilligen Feuerwehr Kemnath teil. Bereits im Vorfeld hatte die Lehrkraft Elisabeth Schubert die Grundschulkinder im Heimat- und Sachunterricht auf den Besuch bei der Feuerwehr vorbereitet.

Neben den Wunschberufen wie Astronaut, Tierarzt, Polizist oder Pilot taucht Feuerwehrmann natürlich mit ganz vorne bei den Erzählungen der Kinder auf. Das Interesse an der Feuerwehr war zudem sehr ersichtlich, da einige Kinder bereits bei einer Kinderfeuerwehr sind. Wie Feuer entsteht und mit welchem Mitteln und Methoden man es löschen kann führte Kreisbrandispektor Otto Braunreuther praktisch vor. Dabei löschte er den Brand von Stroh mit einer kleinen Wasser-Sprühflasche oder legte eine kleine Löschdecke über den kleinen "Brandherd".

Im Notfall hundertzwölf

Das richtige Absetzen eines Notrufes, sowie das Verhalten bei Bränden und in Notsituationen gehörte ebenfalls zur Brandschutzerziehung.  Mit einer speziellen Telefonalage simulierten die Feuerwehrmann Peter Kreuzer die Leitstelle und nahmen die Notrufe an, welche eigens durch die Kinder abgesetzt wurden. Davor durften die Kinder selbst ein "Szenario" von diversen "Schadensbilder" auswählen. Besonders die Nennung der Adresse und die genaue Beschreibung des Vorfalls sei im Ernstfall besonders wichtig.

Das wichtigste "W" der "fünf W-Fragen" ist das Warten und nicht einfach auflegen. "Jeder einzelne und noch so kleine Hinweis hilft den Rettungskräften und erbringen wichtige Erkenntnisse. Begebt euch niemals in Gefahr, wendet euch sofort an einen Erwachsenen, ruft um Hilfe", legte Braunreuther den Kindern nahe.

Besonders Erstaunt zeigten sich die Grundschulkinder von der Ausrüstung und den Einsatzfahrzeugen wie der Drehleiter und den Löschfahrzeugen. Viele der Schutzkleidungen für die unterschiedlichsten Einsatzlagen wurde durch die Feuerwehrmänner Daniel Merkl und Michael Denz vorgeführt und erklärt. Als besonderes Highlight ging das Atemschutzgerät und die persönliche Schutzausrüstung, wie auch der Hitzeschutz- und Insektenschutzanzug, hervor. Sehr beeindruckt habe den Kindern auch die hydraulischen Rettungsgeräte und die Löschausrüstung.

Nachdem alle Kinder die Urkunde "Florian Schlaucherl" erhielten gab es noch ein Malbuch, ehe die Expedition "Feuerwehr" mit einer besonderen Fahrt zur Schule mit vier Feuerwehrfahrzeugen bei Blaulicht und Horn endete.

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