Freiwillige Feuerwehr Kemnath

(Übungs-) Einsatz beim Lagerhaus

Objektübung mit Brandbekämpfung, Menschenrettung und Wasserförderung

„Rauch“ drang aus dem alten Kemnather Lagerhaus. Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Feuerwehr an. Was für etliche Passanten wie ein Ernstfall aussah, war für die Brandschützer eine reine „Einsatzübung am Objekt“ mit realistischen Annahmen und Maßnahmen.

Ein angenommener Brandausbruch bei der Trocknungsanlage für Getreide an der Heizungsanlage des „Alten Lagerhauses“ in Kemnath forderte die Kräfte der Kemnather Wehr bei einer Einsatzübung. Nachdem „dichter Qualm“ aus dem Gebäude drang und dieser bereits von Passanten wahrgenommen wurde, rückten die ersten Kräfte nach der Alarmauslösung mit den Fahrzeugen unter Blaulicht und Martinshorn zum Raiffeisenlagerhaus in die Rot-Kreuz-Straße aus.

Durch die feuerwehrtechnische Einrichtung konnte sich der ersteintreffende „Zugtrupp“ mit dem Kommandowagen einen Zugang zum, außerhalb der Öffnungszeiten versperrten Objektgelände verschaffen. Die Erkundung des Zugführers Norbert Weismeier und des Gruppenführers Gustav Zaloga ergaben, dass es im „Alten Lagerhaus“ ein Brand herrscht.

Umgehend betraten Atemschutztrupps des eintreffenden Hilfeleistungslöschfahrzeugs nach kurzer Lagebesprechung und Hinweisen auf mögliche Gefahren das Gebäude. Da die „Rauchentwicklung“ aus dem Untergeschoss sehr stark ausgeprägt war, war nur ein Vorrücken unter Zuhilfenahme einer Wärmebildkamera möglich.

Die Kräfte im „Innenangriff“ gingen unter der Vornahme eines C-Rohres vor. Rasch fanden die Atemschutzkräfte eine Person und leiteten die „Rettung“ des Übungsdummys ein. Auch der „Brandherd“ konnte zügig ausfindig und abgelöscht werden, sowie die zweite „vermisste Person“ aufgefunden und ins Freie verbracht werden. Ebenso wurde eine Ventilation mit Lüftern eingeleite um die Bereiche „rauchfrei“ zu bekommen und sich so eine bessere Übersicht zu verschaffen.

Die Wasserversorgung wurde durch die weiteren Kräfte über zwei längere Schlauchleitungen vom Wasserleitungsnetz über Unterflurhydranten aufgebaut, sowie die Tragkraftspritze zur Wasserentnahme aus dem Fallbach eingesetzt. Dabei wurde eine weitere Versorgungsleitung aufgebaut und eine „Widerstandslinie“ zum Schutz umliegender Gebäude errichtet, wobei auch die Drehleiter zum Einsatz kam. Kommandant Peter Denz und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther fungierten als Beobachter bei der Objektübung, an welcher 26 Floriansjünger der Kemnather Wehr teilnahmen.

In der Nachbesprechung ging der Kommandant auf die vielen Tätigkeiten ein, wobei auch die einzelnen Trupps ihre durchgeführten Arbeiten aufschlüsselten. Eugen Ponnath, der Geschäftsstellenleiter des Kemnather Raiffeisenmarktes war ebenfalls vor Ort um sich ein Bild vom Geschehen zu machen. Er dankte den Feuerwehrleuten für die Übungs- und Einsatzbereitschaft. Mit Wurstsemmeln und Getränken versorgte der Geschäftsstellenleiter die Brandschützer zur Stärkung nach der rund zweistündigen Großübung.

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