Freiwillige Feuerwehr Kemnath

„Heizungsbrand“ sorgt für Qualm und “Großeinsatz”

Objektübung beim BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim

Bei Arbeiten im Heizungsraum des Kemnather BRK-Altenheims kam es zu einer Verpuffung. Zwei Personen wurden vermisst. Alles zum Glück nur eine Übung, welche dreißig Floriansjünger der Kemnather Wehr absolvierten.

Nach dem Alarmschlagwort „Brandmeldeanlagenalarm“ alarmierte die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz die Feuerwehreinsatzkräfte der Kemnather Wehr vergangenen Freitagabend zum BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim in die Paul-Zeidler-Straße. Doch es war zum Glück kein Ernstfall, sondern eine Übung.

Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte mit den Fahrzeugen war ein lauter Hilferuf zu hören. Die umfassende Erkundung und Lagefeststellung durch Zugführer Florian Braunreuther und Gruppenführer Christian Schmid ergab, dass es zu einem Brandereignis im Heizungsraum des Untergeschosses gekommen sein muss. Durch Zuhilfenahme der Geschosspläne des Objekts und der Feuerwehrlaufkarten wurden erste taktische Einsatzmaßnahmen geplant.

Durch die Erkundung, auch im Außenbereich des Gebäudes, konnte eine um Hilfe rufende Person, welche sich in einem Fluchtrettungsschacht in Sicherheit gebracht hatte, aufgefunden werden. Zur Betreuung dieser stieg, aufgrund der unmittelbaren Nähe zum unter dichten Rauch stehenden „Brandraum“, ein Atemschutztrupp über eine in Stellung gebrachte Steckleiter in den rund fünf Meter tiefen Schacht hinab.

Zur selben Zeit wurde unter der Leitung des Gruppenführers Gustav Zaloga durch das Löschgruppenfahrzeug ein Innenangriff durch eine Zugangstüre im Untergeschoss des Gebäudes eingeleitet. Ein Atemschutztrupp, bestehend aus drei Einsatzkräften, verlegte die Schlauchleitung zum Heizungsraum und schafften mit dem Schlauchpaket, einem im Kreis gerollten 30 Meter langen Feuerlöschschlauch, eine effektive Schlauchreserve. Zusammen mit einem weiteren „Zweimanntrupp“ unter Atemschutz gingen diese zur Personensuche und Brandbekämpfung in den Heizungsraum vor.

Eine Person, welche durch die Mitglieder der BRK Bereitschaft Kemnath im Vorfeld als „schwerverletztes Opfer“ geschminkt wurde, konnte zügig aus dem direkten Gefahrenbereich gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Gleichzeitig jedoch, so verlief im Außenbereich noch die Rettung der ebenfalls verletzten Person. Mittels einer Schleifkorbtrage, so konnte in Verbindung mit der zur Tiefenrettung in Stellung gebrachten Drehleiter und einem Auf- und Abseilgerät, die Personenrettung zügig durchgeführt werden.

Mitglieder der Kemnather BRK-Bereitschaft, sowie Mitarbeiter des BRK-Altenheims verfolgten das Übungsgeschehen der Feuerwehr´ler vor Ort. Im Vorfeld wurden die beiden echten Personen, welche bei der Übung die Verletzten spielten, durch die BRK-Bereitschaft entsprechend als „Opfer“ geschminkt.

Nach der „Personenrettung“ und umfangreicher Absuchung der betroffenen und umliegenden Bereiche konnte schließlich auch die „Entrauchung“ des mit Nebelmaschinen verqualmten „Brandraumes“ mit einem Drucklüfter durchgeführt werden. Dies war aufgrund der Person, welche sich in dem Rettungsschacht, angrenzend zum Heizungsraum befand, nicht frühzeitig möglich. Durch die Vornahme eines zweiten C-Rohres im weiteren Verlauf konnte schließlich schnell „Feuer aus“ gemeldet werden. Insgesamt waren 10 Atemschutzgeräteträger eingesetzt.

Auch eine taktische Einsatzleitung wurde eingerichtet. Hierzu kam, zusätzlich zum Kommandowagen auch das Mehrzweckfahrzeug zum Einsatz. Neben der Erstellung von Lageplänen und Funkskizzen, so wurde der Einsatzablauf protokolliert und der Einsatzleiter durch die Bildung von Einsatzabschnitten unterstützt.

Nach dem Rückbau der Ausrüstungen und Gerätschaften wurde sich im Innenhof des Altenheimes zur Abschlussbesprechung versammelt. Hierbei ging Kommandant Peter Denz auf die einzelnen Tätigkeiten während des Übungseinsatzes ein und sprach seinen Dank für die eifrige Übungsteilnahme aus. Marco Filbinger, Michael Denz und Werner Weismeier vom „Team Brand“ hatten die Übung ausgearbeitet und vorbereitet. Michael Denz trug den zeitlichen Ablauf der durchgeführten Maßnahmen bei der Einsatzübung vor und ging auf die taktischen Planungen während des Übungsverlaufs ein.

Stellvertretende Einrichtungsleiterin Cäcilia Gerlang dankte für die Durchführung der Übung in der Senioren- und Pflegeeinrichtung. Zur Stärkung und zum Dank erhielten die dreißig Floriansjünger eine Brotzeit. Auch interessierte Bewohner des Altenheimes verfolgten das Geschehen. Ihnen wurden Ausrüstungsgegenstände wie die Wärmebildkamera und das Atemschutzgeräte erklärt. Nach rund drei Stunden konnte die Übung nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge im Gerätehaus beendet werden.

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