Freiwillige Feuerwehr Kemnath

“Waldbären evakuiert, Waldbrand gelöscht”

Mit Blaulicht fahren Feuerwehrautos in den Wald, evakuieren die „Waldbären“. Am nächsten Tag rücken die Feuerwehrler erneut an: Ein „Waldbrand“ muss gelöscht werden. Beim Ausflug zur Feuerwehr erleben die Kinder einiges, dürfen zudem „Notrufe“ absetzen.

Es waren für die Kinder der Waldbärengruppe der Kemnather Kindertagesstätte mehrere besondere Erlebnisse der nichtalltäglichen Art. Zur Evakuierungsübung rücken Feuerwehrgroßfahrzeuge der Kemnather Brandschützer mit Blaulicht in den Wald an. Am „Notfalltreffpunkt“ hatten sich die Kinder mit den Erzieherinnen und Betreuerinnen versammelt. Doch alles nur eine Übung. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther erläuterte den „Waldbären“ kindgerecht den Ablauf einer solchen Übung.

Natürlich durfte eine Rundfahrt mit den Feuerwehrautos nicht fehlen. Doch warum die Waldbärenkinder aus dem Wald evakuieren? Das Notfallkonzept besagt, dass bei unvorhersehbaren und plötzlichen schweren Unwettern oder Gefahren die Kinder schnellstmöglich aus dem Waldkindergarten nahe Anzenberg bei Neusteinreuth in den städtischen Kindergarten in die Wunsiedler Straße verbracht werden müssen. Dafür ist im Ernstfall die Feuerwehr zuständig. In der Vergangenheit hatten die Kemnather Floriansjünger bereits eine solche Evakuierung aufgrund einer extremen Wetterlage im Januar 2017 durchgeführt.

Mit Blaulicht und Martinshorn rückt am darauffolgenden Tag das Hilfeleistungslöschfahrzeug in den Wald zur Kindergartengruppe aus.

Ein Waldbrand in unmittelbarer Nähe der „Waldbärengruppe“ wurde angenommen.

Otto Braunreuther erläuterte im Vorfeld der anrückenden Kräfte, wie sich die Betreuerinnen und Kinder bei einem Brandereignis zu verhalten haben. Bei der Löschübung jedoch durften die Kinder ganz nah beim Geschehen sein.

Gespannt verfolgten die Waldbärenkinder den Löschaufbau, bei welchem zwei C-Rohre vorgenommen wurden.

Unter Aufsicht der Brandschützer Florian Braunreuther, Peter und Tina Wolf, Lukas Häck, Florian Popp und Michael Denz durften die Kinder „truppweise“ mit ans Strahlrohr gehen und den „Waldbrand“ bekämpfen.

Dabei konnten die Waldbären sich als „echte Feuerwehrleute“ fühlen, denn eine kleine Schutzjacke und der Kunststoffhelm durften natürlich nicht fehlen.

Beim Ausflug zur Kemnather Feuerwehr erleben die Kindergartenkinder „am dritten actionreichen Tag“ noch viel mehr. Kindgerecht erklärten die Feuerwehrleute Peter Kreuzer, Lukas Häckl, Tina und Peter Wolf, Michael Denz und Brandschutzerzieher Otto Braunreuther den Kindern die Einsatzfahrzeuge und die Ausrüstung im Grobüberblick. Dabei hatten die „Waldbären“ besonders viel Spaß auf ihrer Entdeckungstour.

Auch durften die Kinder hinterm Steuer, wie „Feuerwehrmann Sam“, sitzen. Die große Drehleiter und die „Löschkanonen“ brachten die Kinder noch mehr zum Staunen.

Hautnah erlebten die Waldbärenkids einen ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger. Braunreuther zeigte den Kindern in einer Vorführung die Gefahren des Feuers auf. Nochmals durften die Kinder an den kleinen Löschschlauch und das Strahlrohr, als die Kübelspritze vorgenommen wird.

Kindgerecht erklärte Otto Braunreuther den Kindern, wie das Absetzen eines Notrufes abläuft. “Wendet euch an Erwachsene, ruft um Hilfe. Bei Gefahr und Notfall einfach die hundertzwölf wählen und sagen, wo ihr seid und was passiert ist...”, so Braunreuther.

An nachgestellte kleineren Szenarien konnten die Kinder dies mit den Übungstelefonen üben und selbst mit der “Leitstelle” telefonieren.

Als Dankeschön für die drei spannungs- und erlebnisreichen Tage sangen die Kinder mit den Erzieherinnen und Betreuerinnen das „Waldbärenlied“ und überreichten ein selbst gemaltes Bild und Schokolade an die Feuerwehrleute, ehe die Kids sich „auf Wanderschaft“ machten.

Von den Brandschützern gab es zur Erinnerung an die erlebnisreichen Tage ein kleines „Feuerwehrbuch“ für Kinder.

 

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