Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Dachstuhlbrand

Datum:

26.07.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

16:19 Uhr

Einsatzort:

Kirchenlaibach, Geschwister-Scholl-Straße (Lkr. Bayreuth)

Schlagwort:

#B1112 #im Gebäude#Dachstuhl (Person in Gefahr)

Stichwort:

B 3 PERSON

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Kirchenlaibach
  • FF Speichersdorf
  • FF Kemnath
  • FF Windischenlaibach
  • FF Wirbenz
  • FF Seybothenreuth
  • FF Weidenberg
  • FF Plankenfels
  • FF Benk
  • FF Creußen
  • FF Kirchenbirkig

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Energieversorger
  • Kriminalpolizei
  • Notarzt
  • Notfallseelsorger
  • Polizei
  • Rettungsdienst
  • THW Fachberater

Berichtstext:

Zu einem Dachstuhlbrand wurden am Donnerstagabend, 26. Juli 2018 zahlreiche Einsatzmittel und –kräfte in den Speichersdorfer Ortsteil Kirchenlaibach alarmiert. Neben den örtlichen und umliegenden Feuerwehren, so wurde durch die Bayreuther Leitstelle auch Einsatzmittel der Freiwilligen Feuerwehr Kemnath mit der Alarmmeldung „Brand Dachstuhl – Person in Gefahr“ angefordert und durch die ILS Nordoberpfalz um 16:19 Uhr alarmiert worden. Nachbarn hatten demnach den Rauch bemerkt und den Notruf abgesetzt.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle waren aufsteigende Rauchschwaden zu sehen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Speichersdorf, sowie der örtlich zuständigen Wehr Kirchenlaibach, gab es einen starken Rauchaufstieg aus dem Dach der an das betroffene Wohngebäude angebauten Garage. Nach abgeschlossener Erkundung durch die örtlichen Kräfte konnte auch die bisweilen vermisste Person außerhalb des Gebäudes angetroffen werden.

Mit mehreren C-Rohren wurde eine Widerstandslinie im Außenangriff durch die Kräfte aus Speichersdorf und Kirchenlaibach errichtet, um ein Übergreifen auf den Dachstuhl des Wohnhauses einzugrenzen und ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude zu vermeiden. Ebenfalls bestiegen Trupps der beiden örtlichen Wehren unter Atemschutz das Dach und entfernten die Ziegeleindeckung, um den Brand, welcher sich über die Dachfläche im Außenbereich der Dachhaut ausgebreitet hatte, abzulöschen.

Auch die im Erstalarm angeforderte Drehleiter der Kemnather Wehr wurde vor dem betroffenen Gebäude in der Geschwister-Scholl-Straße errichtet. Ein Trupp unter Atemschutz und das angebaute Wenderohr standen in Anleiterbereitschaft. Des weiteren wurden auch durch die FF Kemnath Atemschutztrupps als Reseve für den Bereitstellungsraum bereitgestellt.

Weitere Atemschutztrupps der herbeigeeilten Feuerwehren aus dem Landkreis Bayreuth kontrollierten zudem das Innere des Gebäudes. Glücklicherweise, so breitete sich Informationen zu Folge das Feuer nicht ins Innere des Wohnhauses aus und auch ein direktes Übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.

Im weiteren Verlauf wurden dann die Drehleiter aus Weidenberg in Stellung gebracht und die Einsatzkräfte, welche unter Atemschutz auf dem Dach arbeiteten um die Brandstellen freizulegen und die Brandbekämpfung durchzuführen, gegen Absturz zu sichern. Aufgrund der hitzigen Temperaturen und dem anhaltenden Sonnenschein waren etliche Atemschutztrupps von Nöten.

Während des Einsatzverlaufs wurden durch die Einsatzleitung, in Absprache mit den Landkreisführungskräften, viele Gerätschaften und Fahrzeuge nachgefordert. Insgesamt waren den Angaben zu Folge rund 150 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand im Dachstuhl der an ein Einfamilienwohnhaus angebauten Garage zu bekämpfen. Zudem wurden mehrere Löschwasserversorgungen aus abhängigen und unabhängigen Löschwasserstellen aufgebaut.

Von insgesamt elf Feuerwehren aus den Regierungsbezirken Oberfranken und Oberpfalz waren verschiedenste Fahrzeuge und Geräte, sowie Personal vor Ort. Dies waren die Wehren aus Kirchenlaibach, Speichersdorf, Windischenlaibach, Kemnath, Wirbenz, Seybothenreuth, Weidenberg, Plankenfels, Benk, Creußen und Kirchenbirkig.

Freundliche Anwohner stellten ihre sanitären Räume zur Verfügung und unterstützten die Versorgung mit Getränken. Auch der Rettungsdienst war mit mehreren Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort. Mehrere Atemschutzträger mussten aufgrund von Hitzeerschöpfung den Einsatz abbrechen. Diese wurden vor Ort überwacht und die Vitalwerte überprüft. Hierbei kamen auch zwei Feuerwehreinsatzkräfte der Freiw. Feuerwehr Kemnath mit rettungsdienstlicher Ausbildung zum Einsatz. Auch vier An- beziehungsweise Bewohner musste aufgrund von eingeatmeten Brandrauch untersucht werden.

Ebenfalls vor Ort waren Beamte der Polizeiinspektion Bayreuth-Land, wie auch Notfallseelsorger Sven Grillmeier, ein Fachberater des THW und eine Mitarbeiterin eines Energieversorgungsunternehmens. Den Einsatz leitete der Kirchenlaibacher Kommandant Thorsten Hartmann. Dieser wurde von den Feuerwehrlandkreisführungskräften um Kreisbrandrat Hermann Schreck, Kreisbrandinspektorin Kerstin Schmidt und weitere Kreisbrandmeister, wie auch Zug- und Gruppenführer weiterer Wehren unterstützt. Der Einsatz wurde in mehrere Einsatzabschnitte aufgeteilt.

Gegen 18:30 Uhr konnten die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kemnath, wie auch zahlreiche weitere Einheiten, wieder abrücken. Die örtlichen Feuerwehren waren noch mehrere Stunden mit Nachlöscharbeiten und Nachkontrollen beschäftigt und rückten erst gegen Mitternacht ein.

Am Donnerstagabend, 26. Juli 2018 war die Brandursache noch unklar. Ersten Informationen nach entstand ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Auch war unklar, ob die auf dem Dach verbaute Solaranlage in Betracht gezogen werden könne. Dazu nahm die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen. Wie es in Nachgang von Seiten den Ermittlern heißt und über die Presse zu erfahren ist, werde von einem technischen Defekt als Brandursache ausgegangen. Durch den raschen Eingriff der Einsatzkräfte konnte jedenfalls Schlimmeres verhindert werden.

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