Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Brand landwirtschaftliches Gebäude

Datum:

31.08.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

18:08 Uhr

Einsatzort:

Immenreuth, Ortsteil Punreuth

Schlagwort:

#B1412#Landwirtschaft#Stall / Scheune

Stichwort:

B 4 UG ÖEL

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Punreuth
  • FF Immenreuth
  • FF Kemnath
  • FF Brand
  • FF Fuhrmannsreuth
  • FF Ebnath
  • FF Lenau
  • FF Ahornberg
  • FF Lienlas
  • FF Kulmain

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Energieversorger
  • Kriminalpolizei Weiden
  • Polizei (Streife der PI Kemnath)
  • Rettungsdienst (zwei RTW und Notarzt)

Berichtstext:

Sirenengeheul ertönte am Freitagabend im und um das Flötztal. Im Immenreuther Ortsteil Punreuth stand eine Lagerscheune in Flammen. Dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass nichts Schlimmeres passierte.

Erst lautes Sirenengeheul, dann ertönen über mehrere Minuten hinweg Martinshörner. Aus allen Richtungen waren die Feuerwehrfahrzeuge am Freitagabend, dem letzten Augusttag 2018, in den Immenreuther Ortsteil Punreuth unterwegs. Gegen 18:10 Uhr hatte die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz nach Notrufeingang die Einsatzmittel und –kräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes mit der Alarmmeldung „Brand eines landwirtschaftlichen Gebäues“ alarmiert.

Die ersteintreffenden Feuerwehreinsatzkräfte aus Punreuth, sowie das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Immenreuther Wehr, welches zum selbigen Zeitpunkt aufgrund der Wasserknappheit zum Wassertransport in den Kulmainer Ortsteil Ölbrunn unterwegs war, konnten durch den zügigen und massiven Löschwassereinsatz vor Ort die Flammen rasch unter Kontrolle bringen. „Durch den 800 Liter fassenden Tank unseres Tragkraftspritzenfahrzeuges und dem Inhalt des Wassertanks des Immenreuther Löschfahrzeuges konnten wir gleich nach dem Eintreffen am Brandort einen massiven Löschangriff einleiten“, berichtet der Punreuther Kommandant Gerhard Popp am Tage nach dem Brandereignis.

Es waren „meterhohe Flammen“, welche aus dem landwirtschaftlichen Gebäude ragten. „Wir konnten an dem Gebäude aufgrund des ausgedehnten Brandes mit unserem Einsatzfahrzeug nicht mehr vorbeifahren“, ergänzt Popp, welcher den Einsatz als örtlicher Kommandant leitete. Gleichzeitig wurde auch in nächster Nähe ein Unterflurhydrant gesetzt, um aus dem Wasserleitungsnetz über eine Schlauchleitung die Wasserversorgung sicherzustellen. Aufgrund des zügigen und massiven Löscheinsatzes konnte der Brand sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Vor Ort waren insgesamt zehn Feuerwehren mit rund 80 Einsatzkräften und unterschiedlichen Fahrzeugen und Einsatzgerätschaften, welche aufgrund der Einsatzmeldung und der örtlichen Lage angerückt waren. Dies waren die Feuerwehren aus Ahornberg, Brand, Ebnath, Fuhrmannsreuth, Immenreuth, Kemnath, Kulmain, Lenau, Lienlas und Punreuth. Mit der Drehleiter der Kemnather Feuerwehr konnten letzte Glutnester abgelöscht werden. Zudem mussten absturzgefährdete Bretter und Dachziegel von der Lagerscheune entfernt werden, wie auch um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.

Auch unter Atemschutz waren Feuerwehreinsatzkräfte aus Punreuth, Immenreuth und Kemnath tätig. Wegen des schnellen Eingreifens aller beteiligten Einsatzkräfte konnte ein komplettes Abbrennen der Scheune, wie auch eine Ausbreitung auf weitere Gebäude in unmittelbarer Nähe verhindert werden. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther war ebenfalls zur Brandstelle am Freitagabend geeilt. „Die Feuerwehreinsatzkräfte leisteten hervorragende Arbeit, konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen“, teilte der Kreisbrandinspektor des westlichen Landkreises Tirschenreuth mit.

Von Seiten des Rettungsdienstes waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt angerückt, wie auch der Einsatzleiter des Rettungsdienstes Silvio Rupp. Bereits gegen 19 Uhr konnten die ersten Feuerwehren die Brandstelle wieder verlassen. Nach den abgeschlossenen Nachlöscharbeiten konnte auch die Drehleiter abrücken. Im weiteren Einsatzverlauf leuchteten die Punreuther Floriansjünger noch die Brandstelle aus, um die polizeilichen Ermittlungen zu unterstützen. Erst gegen 23 Uhr konnten diese den Einsatz nach über fünf Stunden beenden.

Wie die Beamten der Kemnather Polizei am Freitagabend mitteilten, so war der 25-jährige Besitzer noch am Nachmittag in der Scheune um etwas Ordnung zu schaffen. „Kurze Zeit, nachdem er die Scheune verlassen hatte, stand diese plötzlich teilweise in Flammen. Der Brandherd wird nahe eines abgestellten Oldtimers vermutet.“, heißt es im Polizeibericht weiter.

Ersten Schätzungen zu Folge entstand ein Schaden von rund 40.000 Euro. Am Gebäude wurde eine Gebäudeseite total beschädigt. „Die Brandursache konnte bisher noch nicht geklärt werden.“, heißt es ebenfalls am Freitagabend von Seiten der Polizei. Die Brandstelle wurde durch die Polizei abgesperrt. Wegen der noch laufenden Ermittlungen, dürfe das Areal nicht betreten werden. Verletzt wurde bei dem Brandereignis niemand. Wie es am Samstagmittag auf Nachfrage heißt, „übernimmt die Kriminalpolizei Weiden die weiteren Ermittlungen zur Brandursache“.

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