Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Übung “Einsatz der Heuwehrausrüstung”

Unter der Thematik “Heuwehreinsatz” wurde am Freitag, 14. September 2018 bei der Feuerwehr Kemnath geübt.

Das Heuwehrgerät macht seinen Namen aller Ehre. Noch bis vor rund zwanzig Jahren wurde es sogar überregional mehrfach angefordert und leistete bei den vielen früheren Einsätzen wertvolle Dienste. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde die Ausrütung bei Einsätzen durch die Freiwillige Feuerwehr Kemnath nicht mehr eingesetzt.

Die Heuwehrausrüstung wird dann eingesetzt, wenn zum Beispiel zu feucht eingelagertes oder sehr früh geerntetes Heu sich in einem selbstständigen und ständig steigernden Selbsterhitzungsvorgang befindet. Durch den gezielten Einsatz des Heuwehrgerätes kann der Fermentationsvorgang und dessen Folgen im Anfangsstadium beherrscht werden und durch das “Gebläseabkühlverfahren” dem Heustock die Hitze entzogen werden.

Heutzutage gehöhren Heuwehreinsätze der Seltenheit an. Grund hierfür sind unter anderem die sich ständig ändernden und verbesserten Lagerbedingungen von Heu, Stroh und weiteren Futtermitteln. Dennoch gelten die Gesetze und Vorschriften aus den 1960er Jahren, in welchen die Heuwehrtechnik im Freistaat Bayern flächendeckend eingeführt wurde, noch heute. So müssen Landwirte, Verantwortliche oder Eigentümer stetig Temperaturmessungen durchnehmen und dadurch die Heulagerung an mehreren Stellen systematisch prüfen und dokumentieren.

Bei Temperaturen von über 70° Celsius solle die Feuerwehr hinzugezogen werden, um durch das “Heuwehrverfahren” eine Brandgefahr abzuwenden, größeren Schaden zu verhindern und das Futtermittel und die Sachwerte zu retten.

Zugführer Roman Schäffler und der stellvertretende Kommandant Alfred Vogel erklärten die Grundsätze beim Heuwehreinsatz. Zudem wurden Messungen mit der Heumesssonde durchgeführt. Durch die Verwendung des “Vorbohrers” konnten die Heuwehrlanzen in das gelagerte Heu erleichtert eingebracht werden. Auch wurde neben dem Gebläseabkühlverfahren durch Absaugen auch auf das Belüften eines Heustockes eingegangen.

Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Heuwehrlanzen auch als lange Löschlanzen verwendet werden können.

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