Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Verkehrsunfall mit LKW

Datum:

14.09.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

06:20 Uhr

Einsatzort:

Kreisverkehr St2665 / St2168 / Kemnath, Hammergrabenstraße

Schlagwort:

#T2811#VU#LKW / Bus (leer), ohne eingeklemmte Personen

Stichwort:

THL 2

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Kemnath
  • FF Höflas bei Kemnath
  • FF Kötzersdorf

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Bergeunternehmen
  • Polizei
  • Rettungsdienst

Berichtstext:

Der Unfall hätte weitaus schlimmer enden können. Am frühen Freitagmorgen ereignet sich beim Hegele-Kreisverkehr ein Lastwagenunfall mit hohem Sachschaden, dessen Höhe bis dato noch nicht feststeht. Für die Rettungskräfte ist zunächst auch unklar, wo sich der Fahrer überhaupt befindet.

Der 35-jährige Fahrer eines Lastwagengespannes war am frühen Freitagmorgen, 14. September 2018 gegen 4.30 Uhr auf der Staatsstraße 2665 von Kemnath in Richtung Kastl unterwegs. Laut Polizei "übersah" der 35-Jährige aus dem Gemeindebereich Miltach "wohl aus Unachtsamkeit" den Kreisverkehrsplatz nahe der Firma Hegele. Kurz davor hatte er noch den Kreisverkehr auf Höhe der Firma Siemens problemlos befahren.

Der Gliederzug-Lastwagen fuhr ungebremst über den Erdhügel des Kreisverkehrs, rammte dabei mehrere Verkehrszeichen und riss die Leitplanke auf einer Länge von rund 150 Metern mit in ein angrenzendes Feld, das unterhalb der Straße liegt. Völlig zerstört kam der Laster samt Anhänger auf der Wiese zum Stehen. Obwohl das Führerhaus ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, konnte der Fahrer eigenständig aussteigen. Er hatte sich beim Unfall leicht am Knie verletzt.

Beamte der Polizeiinspektion Kemnath nahmen den Unfall zwar auf, entschieden sich aber aufgrund der schwierigen Situation vor Ort und der Dunkelheit jedoch, die Bergung des Lastwagens später anlaufen zu lassen. Die Rettungs- und Alarmierungskette setzt allerdings ein aufmerksamer Bürger in Gang, der gegen 6.20 Uhr, den pflichtbewusst den Notruf wählte.

Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz alarmierte daraufhin die Feuerwehreinsatzkräfte und –mittel der Feuerwehr Kemnath, sowie einen Rettungswagen der BRK-Rettungswache Kemnath zur Unfallstelle. Als die Einsatzkräfte eintreffen, finden sie den Lastwagen abgeschlossen vor. Da auch der Fahrer nicht auffindbar war, suchten sie die nähere Umgebung ab. Schließlich erreichte sie die Meldung, dass sich der 35-Jährige auf der Polizeidienststelle befindet.

Ausgelaufenes Öl verschmutzte Wiese und Erdreich. Auch Flüssigkeiten liefen von der Ladefläche, auf der sich unter anderem Kunststoffe, Elektrokabel, aber auch brennbare Flüssigkeiten (Lösungsmittel) und diverse Lacke befanden. Daher errichteten die Floriansjünger aus Sicherheitsgründen einen zweifachen Löschangriff in Bereitschaft. Auch der Rettungswagen verblieb zur Sicherheit der Feuerwehreinsatzkräfte vor Ort.

Ein Trupp, welcher zusätzlich zur Brandschutzkleidung mit Flüssigkeitsschutzanzügen ausgerüstet war, öffnete zur Erkundung des Laderaums und Eindämmung der auslaufenden Flüssigkeiten die Seitenplane des Lasters und verhinderte mit Hilfe von Bindemitteln ein weiteres Auslaufen der Farben und Lacke. Um den Einsatzbereich abzusperren, musste die Staatsstraße zwischen Kemnath und Höflas bis zur Beendigung der Feuerwehreinsatzmaßnahmen bis gegen 10.15 Uhr komplett gesperrt werden.

Unterstützung erhielten die 25 Einsatzkräfte der Kemnather Wehr bei der Sperrung der St2168 von den Kameraden aus Höflas bei Kemnath und Kötzersdorf. Den Einsatz leitete der Kemnather Kommandant Peter Denz. Den Beamten der Kemnather Polizei kam bei der Ermittlungsarbeit eine Streife der Eschenbacher Polizeiinspektion zu Hilfe. Die Bergung nahm der Abschleppservice Adam mit mehreren Schlepp- und Bergefahrzeugen vor. Die Arbeiten dauerten am Mittag noch an.

Nach ersten Erkenntnissen entstand am Lastwagen und dem Gliederzughänger Totalschaden. Auch die Ladung wurde größtenteils erheblich beschädigt. Ob ein Umweltschaden entstand, müssen Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes klären. Ebenfalls enorm ist der Schaden an den Straßenschildern und der Leitplanke. Ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei errichtete eine notdürftige Beschilderung und stellte Warnbaken auf.

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