Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Sturmschäden in Grafenwöhr

Unterstützung durch die FF Kemnath mit Drehleiter und Personal

Datum:

23.09 & 24.09.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

22:00 Uhr - 01:25 Uhr

Einsatzort:

Grafenwöhr, Alte Amberger Straße

Schlagwort:

#T3518#Unwetter#Gebäude sichern

Stichwort:

THL UNWETTER

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Grafenwöhr
  • FF Kemnath

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Bauhof Grafenwöhr
  • Kaminkehrer
  • Gemeinde/Bürgermeister

Berichtstext:

Umknickende Bäume, versperrte Straßen und auch teils abgedeckte Hausdächer forderte das Sturmtief “Fabienne” am Sonntagabend, 23. September 2018 in der Region. Besonders getroffen hat es den Landkreis Neustadt an der Waldnaab und die Stadt Weiden. Kleinere Ausläufer des Sturmtiefs richteten auch im Landkreis Tirschenreuth kleinere Schäden an.

Zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Grafenwöhr wurde am späten Sonntagabend auch die Feuerwehr Kemnath angefordert. Mit der Drehleiter mussten absturzgefährdende Teile von Dächern geräumt werden, sowie Gebäude gegen Wassereintritt gesichert werden. Wie es am gleichen Abend vor Ort vom Grafenwöhrer Kommandant Alexander Richter heißt, so waren die Feuerwehrler im Stadtgebiet und den umliegenden Ortschaften an insgesamt rund 80 Schadensstellen tätig geworden.

Da der Wind in der Alten Amberger Straße in Grafenwöhr Dachziegel des Dachfirstes eines Gebäudes “davonwehte”, drohte Regenwasser in eine Wohnung zu laufen. Mittels Planen, welche mit Dachlatten und Bretter durch Schrauben fixiert wurden, konnte mit einfachen Mitteln ein weiterer Wassereintritt in ein Gebäude verhindert werden.

An einem weiteren Gebäude fegte der starke Wind einen gemauerten Kamin um. Dieser blieb auf der Dachfläche liegen. Aufgrund der niedrigen Außentemperaturen galt es zudem auszuschließen, dass mögliche Feuerstätten an dem defekten Kamin angeschlossen oder gar in Betrieb seien. Dies konnte durch einen hinzugezogenen Kaminkehrer ausgeschlossen werden.

Lose Kleinteile, welche abzustürzen drohten, wurden beseitigt. Da sich das Entfernen des rund schweren Kamins in den späten Abendstunden als sehr schwierig herausstellte, wurde der Gefahrenbereich weiträumig abgesperrt und die Bewohner informiert, dass der Kamin entfernt werden muss, sowie der Gefahrenbereich nicht betreten werden dürfe.

An einem weiteren Gebäude wurde die Dacheindeckung teilweise abgedeckt. Mit “Manneskraft” konnte das Dachblech und die Dachpappe wieder “zurückgefaltet” und fixiert werden. Dadurch konnte ein weiterer Wassereintritt in das Wohngebäude ebenfalls verhindert werden.

Die Feuerwehr Kemnath, welche mit der Drehleiter und dem Löschgruppenfahrzeug angerückt war, arbeitete in der Alten Amberger Straße in Grafenwöhr insgesamt vier Einsatzstellen gemeinsam mit den Floriansjüngern aus Grafenwöhr ab. Überall konnte mit einfachen Mitteln sehr effektiv und schnell geholfen werden. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte klappte hervorragend. Im Einsatz waren zudem Kräfte unter Absturzsicherungsausrüstung.

Auch in anderen Orten im Landkreis Neustadt waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Zudem waren am darauffolgenden Tage die Brandschützer mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Drehleiter der US-Lagerfeuerwehr war ebenfalls im Grafenwöhrer Stadtgebiet unterwegs, um Sturmschäden zu beseitigen, Gebäude zu sichern und so größere Schäden abzuwenden.

Nachtrag:

Im Anschluss an den Unterstützungseinsatz mit der Drehleiter und dem Einsatzüersonal erreichte die Freiwillige Feuerwehr Kemnath mehrere Danksagungen. Hierbei hatte sich unter anderem der Grafenwöhrer Bürgermeister Edgar Knobloch zu Wort gemeldet und sich für die “schnelle und effektive Hilfe” bei den Sturmeinsätzen bedankt. Er sprach den eingesetzten Feuerwehrleuten ein großes Lob aus und dankte auch im Namen der betroffenen Grafenwöhrer für die Hilfe durch die Feuerwehr.

Das Grafenwöhrer Stadtoberhaupt äußerte sich auch über uneinsichtige Bürger, welche beklagten dass Absperrungen durch die Feuerwehr zu lange andauern würden oder die Arbeiten der Feuerwehr zu laut wären. “Leider gab es auch diesmal wieder unpassende Bemerkungen von Unbelehrbaren. (...) Manche lernen es nie, schade. Wer Hilfeleistende, die sich in Ihrer Freizeit ehrenamtlich für andere einsetzen auf diese Weise anpöbelt hat etwas nicht kapiert!”, schreibt Edgar Knobloch einen Tag nach dem stürmischen Sonntag auf seiner Facebookseite.

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