Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Patiententransport mit Feuerwehrfahrzeug

Datum:

30.11.2018

Alarmzeit FF Kemnath:

07:42 Uhr

Einsatzort:

Staatsstraße 2177, zw. Kulmain und Neusorg, beim “Zinster Berg”

Schlagwort:

Einsatzmittelanforderung: Patiententransport mit FW-Fahrzeug

Stichwort:

THL 1

Alarmierte Einheiten Feuerwehr:

  • FF Kulmain
  • FF Oberwappenöst
  • FF Kemnath

Eingesetzte Fahrzeuge FF Kemnath:

  • Florian Kemnath 56/1 (V-LKW)

Sonstige anwesende Einheiten:

  • Rettungsdienst

Berichtstext:

Extremes Glatteis legte in weiten Teilen der nördlichen Oberpfalz in den Morgenstunden am Freitag, 30. November 2018 den Straßenverkehr lahm. Bedingt durch Eisregen und Temperaturen im niedrigen Frostbereich waren die Straßen der Region mit Eisschichten überzogen.

Dies wurde vielen Autofahrern zum Verhängnis. Jedoch blieb es zum in den meisten Fällen nur bei Blechschäden. Viele Fahrzeugführer mussten aufgrund der extremen Straßenglätte die Fahrt einstellen und mit dem Fahrzeug bis zur Durchfahrt des Winterdienstes in den Fahrzeugen auf der Straße verweilen, da eine Weiterfahrt in vielen Fällen auch gar nicht möglich war.

So auch geschehen einem Rettungswagen, welcher auf der Staatsstraße 2177 zwischen Neusorg und Kulmain mit einem Patienten unterwegs war. Aufgrund der vereisten Fahrbahn war eine sichere Weiterfahrt über den “Zinster Berg” nicht mehr möglich, sodass der Fahrer des Rettungsfahrzeuges sein Fahrzeug sicher zum Stillstand brachte.

Auch bereits andere Verkehrsteilnehmer bremsten ihr Fahrzeug ab und kamen notdürftig auf der Straße zum Stillstand. Um den Patienten dennoch zügig in ein Krankenhaus zu beordern, wurden die Feuerwehreinsatzkräfte aus Kulmain und Kemnath angefordert.

Während sich die Feuerwehrleute aus Kulmain mit ihrem Löschfahrzeug und aufgezogenen Schneeketten über Oberwappenöst an die Einsatzstelle näherten, rückte von der Kemnather Feuerwehr der Versorgungslastkraftwagen an. Auch hier war nach kurzer Zeit eine Weiterfahrt über die Verkehrsfläche, hinauf in Richtung der Asphaltmischanlage der Firma Markgraf, nicht mehr möglich. Die Einsatzkräfte aus Kulmain sicherten die Straßenbereiche um die “Einsatzstelle” ab.

Um schnellstmöglich zum Patienten beim Rettungswagen zu gelangen, fuhren die Einsatzkräfte aus Kemnath mit dem V-LKW (Fahrzeug des Katastrophenschutzes) welches in die landwirtschaftlichen Flächen neben der Straße ein. Da hier das geländegängige Allrad-Einsatzfahrzeug die Griffigkeit in den Wiesen und Ackerflächen fand, war es möglich zum Rettungsdienstfahrzeug vorzudringen.

Damit ein Umladen des Patienten vom Rettungswagen in das Feuerwehrfahrzeug möglich war, musste die Fahrbahn eingestreut werden. Hierzu bot ein Lastwagenfahrer, welcher Sand geladen hatte, seine Unterstützung an.

Während die Feuerwehreinsatzkräfte aus Kemnath und Oberwappenöst mit Schaufeln, Eimern und Verkehrsleitkegeln den Sand um den Rettungswagen verteilten, eilten auch “notgestrandete Verkehrsteilnehmer” hinzu, um zu helfen. Mittels Plastiktüten schafften die Passanten Sand herbei und bewiesen so ihre Hilfsbereitschaft bei den widrigsten Wetterverhältnissen. Auch Arbeiter des nahegelegenen Asphaltmischwerkes der Firma Markgraf kamen mit Schubkarren und Schaufeln und halfen den Feuerwehrleuten.

Nachdem die Verkehrsfläche um den Rettungswagen sicher begehbar war, wurde der Patient vom Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes auf die Ladefläche des Versorgungslastkraftwagens der FF Kemnath umgelagert und sicher in das Krankenhaus mit “Schneckentempo” transportiert.

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