Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Wasser aus den Strahlrohren und Wolken

Abnahme der Leistungsprüfung “Gruppe im Löscheinsatz”

Einen Löschangriff aufbauen und vornehmen, den Verkehrsbereich absichern, eine Saugleitung kuppeln und Fragebögen beantworten, sowie Knoten und Stiche anlegen: 16 Kemnather Floriansjünger stellten ihr Können unter Beweis.

Den Anforderungen der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ stellten sich dreizehn Männer und drei Frauen der Kemnather Feuerwehr, aufgeteilt in zwei Gruppen. Dabei galt es, einen Löschangriff aufzubauen und durchzuführen. Die Aufgabenverteilung innerhalb der Löschgruppe wurde bei der Abnahme der Leistungsprüfung, welche nach der Feuerwehrdienstvorschrift 3, der Variante 1 und dem Aufbau A vorgenommen wurde, ausgelost.

Anfangs wurden die „Grundtätigkeiten im Feuerwehrdienst“ durch die Schiedsrichter unter die Lupe genommen. Dabei mussten die Truppmitglieder Knoten und Stiche anlegen. Neben dem Rettungsknoten, welcher zum Sichern von Personen beim Besteigen von Leitern angelegt wird, so wurde unter anderem auch der gestochene Mastwurf oder Zimmermannsschlag, wie auch der gelegte Mastwurf am Strahlrohr mit Halbschlag, abgefragt, wie auch das Wissen um die Erste-Hilfe. Beim Löschaufbau wurde der „Brand eines Nebengebäudes ohne Menschen und Tiere in Gefahr“ angenommen und der Löschangriff von außen ohne Atemschutz vorgenommen. Das Löschwasser wurde aus dem Leitungsnetz über den Hydranten entnommen, das wasserführende Löschfahrzeug gespeist, entsprechende Schlauchleitungen verlegt, und insgesamt drei Strahlrohre zur „Brandbekämpfung“ vorgenommen.

Besonderes Augenmerk wurde auch auf die korrekte Befehlsgabe und deren Wiederholung durch den jeweiligen Truppführer, sowie die jeweiligen Rückmeldungen und deren Bestätigung gelegt. Im Anschluss an den Löschangriff, welcher bei beiden Löschgruppen in unter drei Minuten sehr zügig, routiniert und äußerst sauber verlief, galt es, eine Saugleitung zur Wasserentnahme aus offenem Gewässer zu kuppeln, die Halte- und Ventilleine anzulegen und im Anschluss an die Zeitmessung eine „Trockensaugprobe“ durchzuführen, ob die Saugleitung einwandfrei gekuppelt wurde und dadurch die Dichtigkeit besteht. Auch hier klappte es „wie am Schnürchen“. Als Schiedsrichter fungierten Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther, Kreisbrandmeisterin Alexandra Müller und Kreisbrandmeister Alois Schindler.

Zudem mussten Teilnehmer unterschiedlicher Stufen, wie auch die Gruppenführer, entsprechende Fragebögen beantworten. Während bei der ersten Gruppe bei der Abnahme des Leistungsabzeichens das Wasser nur aus den Strahlrohren kam, so gab es bei der zweiten Abnahme eine Stunde später heftigen Schauer. Doch auch dem Regenwetter trotzten die Feuerwehrleute nicht und zeigten eine grandiose Leistung auf.

In der ersten Löschgruppe legte Manuel Scharf die Stufe 1 in der Funktion als Wassertruppmann ab. Die Stufe 4 absolvierten Wassertruppführerin Christina Schmid, Schlauchtruppführer Martin Sertl, Schlauchtruppmann Thomas Daubitz und Melder Marco Schäffler. Angriffstruppführer Marcel Schraml, Maschinist Marco Filbinger und Gruppenführer Michael Denz legten die Stufe 5 ab. Theresa Sticht in der Funktion als Angriffstruppfrau absolvierte die Stufe 6 der Leistungsprüfung „Gruppe im Löscheinsatz“.

Bei der Abnahme der Leistungsprüfung der zweiten Gruppe hatten die Floriansjünger zudem auch mit dem windigen und regnerischen Wetter zu kämpfen. Mit Bravour legte Samuel Kausler als Angriffstruppmann die Stufe eins ab. Nick Danowski in der Funktion als Wassertruppmann absolvierte die Stufe 2. Jana Kausler als Schlauchtruppführerin und Bastian Götz in der Funktion als Melder legten die Stufe 3 ab. André Feller als Angriffstruppmann erhielt das Leistungsabzeichen der Stufe 4. Maschinist Peter Kreuzer und Manuel Zaloga in der Funktion als Gruppenführer legte die Endstufe 6 ab. Als Ergänzungsteilnehmer fungierten Martin Sertl als Schlauchtruppmann und Thomas Daubitz als Wassertruppführer.

Die Teilnehmer der ersten Löschgruppe sind Michael Denz, Thomas Daubitz, Martin Sertl, Marco Filbinger, Marco Schäffler, Theresa Sticht, Marcel Schraml, Christina Schmid und Manuel Scharf (von links). Ihnen gratulieren Kreisbrandmeisterin Alexandra Müller, Kreisbrandmeister Alois Schindler und Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther (von rechts).

Bei der Abnahme der zweiten Löschgruppe kam das Wasser nicht nur aus den Strahlrohren, sondern auch aus den Wolken: (von links) Manuel Zaloga, Bastian Götz, Peter Kreuzer, Samuel Kausler, André Feller, Thomas Daubitz, Nick Danwoski, Martin Sertl und Jana Kausler mit (von rechts) Kreisbrandmeisterin Alexandra Müller, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Alois Schindler.

Die Schiedsrichter überreichten an alle 16 Teilnehmer der Leistungsprüfung die entsprechenden Abzeichen in den jeweiligen Stufen. Die Kommandanten Peter Denz und Alfred Vogel gratulierten den Prüflingen. Zudem bedankten sich Denz und Vogel bei den Feuerwehrleuten, wie auch den Ausbildern. Im Anschluss gab es eine „bunte Brotzeit“, welche das Team um Vorstand Günter Filbinger aufgetischt hatte.

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