Freiwillige Feuerwehr Kemnath

Floriansjünger geübt in Erster-Hilfe

Nicht nur Brände löschen und Menschen aus Notlagen befreien: Auch Leben retten, Verletzte betreuen und den Rettungsdienst unterstützen gehört zu den Aufgaben der Feuerwehr. Jüngst frischten die Kemnather Feuerwehrleute ihre Kenntnisse auf.

Das Aufgabengebiet der Feuerwehr ist Vielfältig, so auch die dafür notwendige Ausrüstung. Bei etlichen Einsätzen werden die Floriansjünger auch immer öfter damit konfrontiert, Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen, Verletzte zu betreuen und lebensrettende Sofortmaßnahmen einzuleiten, wie auch den Rettungsdienst im Einsatzverlauf technisch und personell zu unterstützen.

Ob im Einsatz bei Sicherheitswachen, zur technischen Hilfeleistung nach Verkehrsunfällen, der Personenrettung aus Höhen oder Tiefen oder dem Gewässer, wie auch im Brandeinsatz: Die Einsatzstatistik zeigt, dass die Floriansjünger immer häufiger als Ersthelfer oder zur Unterstützung des Rettungsdienstes eingesetzt sind. Das nasskalte Wetter nutzten die Kemnather Feuerwehrleute, um ihre Kenntnisse bei Maßnahmen zur Ersten-Hilfe, wie auch die lebensrettenden Sofortmaßnahmen zu trainieren.

In ihren Reihen hat die Freiwillige Feuerwehr Kemnath auch medizinisch und rettungsdienstlich ausgebildete Kameradinnen und Kameraden. So gestalteten diese auch den Übungsabend. Feuerwehrmann und angehender Notfallsanitäter Bastian Götz übte mit den Feuerwehrleuten im Bereich „Erster-Hilfe“. Neben dem richtigen Anlegen von Verbänden und der Wundversorgung wurde auch auf das Betreuen von Personen, die entsprechende Lagerung und den Wärmeerhalt eingegangen. Zudem wurden die auf den Feuerwehreinsatzfahrzeugen mitgeführten Notfallrucksäcke und deren Inhalt bei dieser Station genauer unter die Lupe genommen und inspiziert.

„Prüfen – rufen – drücken“

Im Bereich lebensrettender Sofortmaßnahmen trainierten die Brandschützer mit dem Defibrillator. Auch einen „Defi“ führt die Feuerwehr Kemnath in ihrem Hilfeleistungslöschfahrzeug mit. Rettungssanitäterin und angehende Notfallsanitäterin Nina Ruckdäschel von der Kemnather BRK-Rettungswache übte mit den Brandschützern die Reanimation an den Reanimations-Dummys. Sie wurde dabei von Christina Lehner von der Feuerwehr Kemnath, welche sich in Ausbildung zur technischen Rettungssanitäterin befindet, unterstützt.

Besonders auf die korrekte Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Beatmung mit dem Beatmungsbeutel und den sicheren und richtigen Einsatz des automatisierten externen Defibrillators wurde bei dieser Station eingegangen. Auch erklärten die beiden Damen den Feuerwehrleuten, wie sich feststellen lässt, ob eine Atmung vorhanden ist. Weiteres Augenmerk wurde auf den Rhythmus der Wiederbelebungsmaßnahme, die richtige und effektive Körperhaltung des Helfers der die leblose Person reanimiert, gelegt.

Eine Person liegt regungslos am Boden und es ist keine Atmung vorhanden. Die Kemnather Floriansjünger beginnen mit der Wiederbelebung (hier an einem Dummy), schließen im weiteren Verlauf den Defi an. Besonders auch das richtige drücken und beatmen bei der Reanimation, wie auch der sichere und korrekte Umgang mit dem "Defi" stand im Vordergrund der Übung.

Rettungssanitäter und Feuerwehrmann Daniel Merkl führte die Funktionen der Trage des Rettungswagens (RTW) vor und erläuterte, mit welchen Handgriffen die Brandschützer den Rettungsdienst im Einsatzfall unterstützen können.

Hier konnten die Brandschützer Hand anlegen und die Verstellung der Patiententrage üben. So kann die Trage des Rettungswagens auch auf der Patientenlagerung am Korb der Drehleiter verwendet werden.

Auch zu solchen Einsätzen rücken die Kemnather Feuerwehrleute mehrmals im Jahr aus. Des Weiteren ging Merkl auf die Besonderheiten und die Ausstattung eines Rettungswagens ein.

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