Freiwillige Feuerwehr Kemnath

VU mit RTW am 7.2.09 auf der B22

Mercedes nimmt Rettungswagen die Vorfahrt

Am Morgen hatte sie sich beim Stadthallen-Brand um die Verletzten gek├╝mmert. Am Nachmittag ben├Âtigte die Besatzung des Erbendorfer Rettungswagens selbst Hilfe von Notfallmedizinern: Ihr Fahrzeug wurde auf der Bundesstra├če 22 in einen schweren Unfall verwickelt, der vier Verletzte forderte. In der Senke zwischen Kemnath und Waldeck hatte eine Mercedes-Limousine dem Mercedes-Sprinter die Vorfahrt genommen.

Eine 80 Jahre alte Kemnatherin war mit ihrem Pkw von einem Feldweg, der als Zufahrt zum so genannten "H├Âgl-Garten" dient, nach links in die B 22 eingebogen. Von links n├Ąherte sich im selben Moment der Rettungswagen.

Er war - zum Gl├╝ck ohne einen Patienten - auf dem R├╝ckweg vom Krankenhaus Kemnath zur Rettungswache Erbendorf. Der Fahrer konnte trotz Vollbremsung und Ausweichman├Âver einen Zusammensto├č nicht verhindern und krachte frontal in die linke Pkw-Seite. Um 16.10 Uhr meldete sich ├╝ber Funk in der Rettungsleitstelle die Rettungsassistentin des Rot-Kreuz 3324, des Rettungswagens der Wache Erbendorf. Obwohl selbst schwer verletzt, konnte sie noch Hilfe anfordern.

Unverz├╝glich wurden die Rettungswagen und Not├Ąrzte aus Kemnath und Eschenbach alarmiert, au├čerdem der Rettungswagen aus Fichtelberg. Die Einsatzleitung ├╝bernahm Christian Stahl aus Erbendorf.

Der 20-j├Ąhrige Fahrer des Rettungswagens trug beim Aufprall Prellungen im Brustbereich davon. Seine 24-j├Ąhrige Kollegin erwischte es schwerer. Sie brach sich ein Bein, verletzte sich schwer am Kopf und im Wirbels├Ąulenbereich. Nach not├Ąrztlicher Versorgung wurde sie ins Klinikum Bayreuth eingeliefert.

Im Pkw erlitten die Seniorin am Steuer ebenfalls schwere und ihr 71 Jahre alter Begleiter leichtere Verletzungen. Beide kamen, ebenso wie der Sanka-Fahrer, ins Krankenhaus Kemnath. An der Einsatzstelle machte sich der Leiter des Rettungsdienstes, Richard Wagner, ein Bild von dem Unfall und organisierte zwei Kollegen, die in der Wache Erbendorf mit einem Ersatz-Rettungswagen den Dienst aufnahmen. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, den die Polizei am Pkw mit etwa 2000 Euro und am Rotkreuzfahrzeug mit rund 30 000 Euro angibt. Die Feuerwehren Kemnath und Waldeck waren im Einsatz, um den Verkehr umzuleiten und die Unfallstelle zu reinigen.

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